Update zu den Corona-Wirtschaftshilfen

Der Lockdown dauert an – die staatlichen Wirtschaftshilfen werden immer essentieller.

Die Bundesregierung ist sichtlich bemüht allen Unternehmen, die unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden haben, gerecht zu werden. „Einzelfälle“ gehen dabei leider nicht selten unter. So werden die Hilfen ständig nachjustiert und, in der Regel, zugunsten der Anspruchsberechtigten verbessert. So auch im Falle der außerordentlichen Wirtschaftshilfen.

Seit dem 19. März 2021 ist bekannt, dass der Berechtigungskreis für die November- und Dezemberhilfe entsprechend erweitert wurde.

Anspruchsberechtigt waren bislang nur Unternehmen, die durch staatliche Schließungsanordnung seit dem 2. November 2020 geschlossen werden mussten, bzw. auch Unternehmen, die zum Großteil (mind. 80%) ihre Umsätze mit Unternehmen erzielen, die von der Schließung betroffen sind.

Diese 80% sind ein großes Hindernis, wenn es um so genannte „Mischbetriebe“ geht. Nicht selten bestehen Unternehmen aus mehreren Betriebsteilen. Im herbstlichen Lockdown wurde dabei oft ein Teil des Betriebs geschlossen und ein anderer konnte seine wirtschaftliche Tätigkeit weiter ausführen. Zum Beispiel durfte der Bäcker seine Backwaren weiter verkaufen, musste sein angeschlossenes Café aber schließen. Oder ein Lebensmittelhersteller bietet seine Produkte in einem unternehmenseigenen Restaurant an.

Für diese Unternehmen wurde die Anspruchsberechtigung vereinfacht.

  • Gaststätten im Sinne des § 1 des Gaststättengesetzes können die außerordentlichen Wirtschaftshilfen nun unabhängig von anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten innerhalb des Unternehmens beantragen.

 

Eine weitere Nachjustierung gab es im Bereich der Neustarthilfe. Diese kann nun seit Mitte März 2021 auch über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, o.ä.) beantragt werden. Die Kosten, die seitens der Berater für den Antrag entstehen sind ebenfalls förderfähig und erhöhen den Maximalbetrag der Neustarthilfe von bislang 7.500 €.

Sollten Sie unsere Unterstützung bei der Beantragung etwaiger Corona-Wirtschaftshilfen in Anspruch nehmen wollen, kommen Sie gerne auf uns zu.

25.03.2021 Vivien Tiebel, Steuerberaterin

 

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