Sommerzeit - Gartenzeit: Rollstuhlgerechte Umbaumaßnahmen auch im Garten abziehbar?

Eine schwerwiegende Behinderung des Steuerpflichtigen oder eines Angehörigen begründet grundsätzlich eine tatsächliche Zwangslage, die eine behindertengerechte Gestaltung des Wohnumfelds unausweichlich macht.

Mehraufwendungen für einen behindertengerechten Um- oder Neubau eines Hauses oder einer Wohnung können daher grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen i. S. des § 33 Abs. 1 EStG abziehbar sein (BFH 17.7.14, VI R 42/13, BStBl. II 14, 931).

Doch längst nicht alle Maßnahmen sind steuerlich begünstigt:
Das FG Münster (15.1.20, 7 K 2740/18 E; Rev. zugelassen) hatte eine Berücksichtigung von Aufwendungen für die Anlage eines rollstuhlgerechten Weges im Garten eines Einfamilienhauses mit der Begründung abgelehnt, dass auf der anderen Seite des Hauses sich bereits eine Terrasse befindet, die mit dem Rollstuhl erreichbar ist.

14.07.2020 Renate Pingel, Steuerberaterin

 

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